Pachymetrie

Hornhautdicke (“Pachymetrie”)

Der im Augeninneren herrschende Druck ist für die Durchblutung der Augengewebe von großer Bedeutung. Mit der üblichen Messung des Druckes kann man jedoch den tatsächlich vorhandenen Druck nur annähernd ermitteln, da er nur für eine durchschnittlich dicke Hornhaut zutrifft. Bei einer dickeren Hornhaut misst man einen zu hohen Druckwert, bei einer dünneren Hornhaut einen fälschlich niedrigen Augendruck. Nicht selten werden Abweichungen von 4 mm Hg in jede der beiden Richtungen beobachtet. Bei Glaukompatienten kann dieses zu erheblichen Fehleinschätzungen führen.

Da die Dicke der Hornhaut eine im Erwachsenenleben relativ konstant bleibt, reicht es in der Regel, diesen Wert einmalig zu messen. Nur nach Verletzungen, Entzündungen, Operationen und ähnlichen Störeinflüssen sollte die Dicke erneut gemessen werden.

Diese kurze Messung ist absolut schmerzfrei und wird bei uns mit Ultraschall durchgeführt, wofür eine einfache oberflächliche Tropfbetäubung ausreicht. Sie ist jedem Patienten mit einem Glaukom, einer Vorstufe davon oder auch bei besonderer familiärer Belastung und bei weiteren Risikofaktoren für Glaukom zu empfehlen.

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