Sonstiges

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte hat Riesensummen ohne erkennbaren Vorteil verschlungen. Der gläserne Patient und der gläserne Arzt, das passt einfach nicht zu einem vertrauensvollen Miteinander. Man denke nur an die Möglichkeiten des Datenmissbrauchs, von dem die Presse täglich berichtet! Auch die kürzlich eilig eingeführte zentrale Notrufnummer war enorm teuer – zu Lasten des Patienten, da dieses aus dem für ihn gedachten Budget bezahlt wird. Dabei ist dieser zentralisierte Service zumindest vielerorts sehr lückenhaft und wird sich wohl so rasch nicht bessern.

Die Budgetierung aller ärztlichen Leistungen ist nach wie vor ein erhebliches Problem. Man kann eben nicht mit einer mageren pauschalen Summe jedem Patienten gerecht werden. Sollte eine neue Regierung die Bürgerversicherung einführen, so wird diese zu einer 2-Klassen-Medizin ungeahnten Ausmaßes führen. Davon kann man sich in Ländern, die den Schritt vollzogen haben, sehr leicht überzeugen, z.B. Großbritannien. Wenn die gesetzlichen Kassen keine Konkurrenz durch Privatversicherungen mehr befürchten müssen, werden sie zwangsläufig den Leistungskatalog schrittweise reduzieren. Und wer es sich leisten kann, wird außerhalb dieses sozialisierten Systems seine individuelle Betreuung suchen und finden.

Vor wenigen Jahren mussten wir schon zum dritten Mal wegen der Überschreitung unserer Verordnungen für Augenmedikamente mit viel Mühe eine Strafzahlung abwehren. Wir wollen auf jeden Fall auch weiterhin das jeweils wirksamste und verträglichste Medikament rezeptieren und nicht wegen des ärmlichen Budgets Abstriche bei der Qualität der Behandlung machen!

Über Ihre Anregungen und Wünsche für Ihre / unsere Praxis, freuen sich:
Prof. Dr. Fritz Dannheim, Dr. Stephan Schumacher, Dagmar Verlohr, Birgit Dreher, Kerstin Nootbaar, Carolina Santiago

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