Laser

Unter „Lasern“ versteht man häufig die Operation gegen den grauen Star, die in aller Regel nicht mit einem Laser, sondern mit Ultraschall durchgeführt wird (Augenoperationen). Erst in jüngster Zeit wird an einzelnen Zentren ein spezielles aufwändiges Laserverfahren dafür verwendet. Laseroperationen führen wir immer in der Praxis und immer ambulant durch. Hierbei geht es einerseits um Eingriffe an der Netzhaut, z. B. bei diabetischen Veränderungen, bei Gefäßverschlüssen oder bei Vorstufen einer Netzhautablösung. Hierzu verwenden wir einen Diodenlaser, welcher in der Regel wenig Schmerzen bereitet und keine lästige Blendung verursacht, da die Wellenlänge seiner Strahlung im unsichtbaren Bereich liegt.
Andererseits kommt ein YAG-Laser, der „kalte Laser“, immer dann zum Einsatz, wenn ein Nachstar nach OP eines grauen Stars beseitigt oder wenn ein Auge mit engem Kammerwinkel Kammerwinkel vorsorglich behandelt werden soll. (S. Kapitel “Glaukom”, “Engwinkelglaukom”) Beide Anwendungen sind ganz schmerzfrei.

Laser bei Glaukom (s.Glaukom-OP)

Seit 2010 können wir beim chronischen Glaukom die neuartige „Selektive Laser-Trabekelregeneration (SLT)“ ohne operative Eröffnung des Auges anbieten. Sie hat besonders dann ihren Vorzug, wenn die Veränderungen fortschreiten und die Drucksenkung mit Augentropfen nicht ausreicht oder nicht vertragen wird. Dabei wird die Durchlässigkeit des Maschenwerks für Kammerwasser verbessert, und es treten keine unerwünschten Nebenwirkungen auf. Die Behandlung kann bei Bedarf gefahrlos mehrfach wiederholt werden, falls der Effekt etwas nachlässt. Damit ist sie der auch von uns früher angewandten „Argonlaser-Trabekuloplastik“ (ALT) deutlich überlegen, die das Maschenwerk schrumpfen lässt. Die dadurch ausgelöste Anspannung des Gewebes zwischen 2 Lasernarben sollte die Maschen spreizen und damit den Abfluss verbessern. Wegen ihrer guten Eigenschaften sei die SLT nach internationalen Erfahrungsberichten als erste Therapie noch vor Anwendung von Augentropfen durchaus empfehlenswert.

Eine weitere Möglichkeit stellt eine ebenfalls energiearme Lasersonde dar, welche operativ in die Vorderkammer eingeführt wird und das Maschenwerk durchlässiger macht.

Ein Laser mit höherer Energie lässt sich auch zur Vernarbung des „Strahlenkörpers“ nutzen, welcher das Kammerwasser bildet. Damit wird die Produktion dieser Flüssigkeit gedrosselt. Dieses kann entweder durch die Lederhaut hindurch geschehen oder direkt durch eine Sonde, die z.B. während einer Star-OP angewandt wird. Solche Eingriffe sind jedoch nicht so gefahrlos wie die SLT. Hierfür müssen wir Patienten mit einem derartigen Behandlungsbedarf überweisen.

Laseroperationen zur Behandlung der Fehlsichtigkeit, ebenfalls häufig unter „Lasern“ verstanden, führen wir in unserer Praxis nicht durch. Wenn diese Maßnahme gewünscht wird, so beraten wir gerne und vermitteln eine solche Behandlung in entsprechend ausgestatteten Einrichtungen.

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