Augenoperationen

Kleinere operative Behandlungen hatten wir bis 2012 in unserem OP in der Praxis vorgenommen. Seither überweisen wir unsere Patienten hierfür in die Asklepios Klinik Barmbek, die Augentagesklinik am Rothenbaum oder ganz nach Wunsch an andere geeignete Einrichtungen. Diese Eingriffe finden meist ambulant und in örtlicher Betäubung statt. Für ästhetische Operationen gilt das gleiche.

augenopFür die Operationen gegen den grauen Star („Katarakt“) hatten wir bis 2013 den ambulanten OP der Asklepios Klinik Harburg benutzt. Seit 2010 hat Dr. Schumacher diese Tätigkeit von mir übernommen. Seit 2013 führt er diesen Eingriff nicht mehr in Harburg, sondern in seinem OP in der Asklepios Klinik Barmbek durch, wo er den Hauptteil seiner Tätigkeit als leitender Oberarzt der Augenabteilung verbringt. Er nimmt die gesamten vorbereitenden Untersuchungen, die Ausmessung der Augen für die Bestimmung der Stärke der Kunstlinse und die Aufklärung in unserer Praxis in Hittfeld vor. Alles, was der Patient vor- und nach der Operation beachten muss, kann er einem Informationsblatt entnehmen, das er in Hittfeld bekommt. In den allermeisten Fällen handelt es sich um einen ambulanten Eingriff in örtlicher Augentropf-Betäubung. Die gesamte OP-Ausrüstung aus Harburg und aus Hittfeld wurde nach Ghana, Westafrika verschifft, wo sie jetzt mit großer Freude in einem neuen Krankenhaus in Betrieb genommen wurde.

Ablauf der Operation: Jeder Patient kommt morgens zur vereinbarten Zeit die Asklepios Klinik Barmbek. Im 2. Stock befindet sich die Anmeldung der Augenabteilung. Dort geht er geradeaus durch zur Augentagesklinik, wo er von den Schwestern zur OP vorbereitet wird. Im OP führt Dr. Schumacher dann den Eingriff durch. Hierbei eröffnet er das Auge durch einen kleinen “Tunnel” am Rand der klaren Hornhaut, der wie ein Ventil wirkt und das Auge beim Operieren davor schützt, wie ein undichter Ball einzufallen. Dann trennt er eine runde Scheibe aus der vorderen Linsenkapsel heraus, um an den getrübten Kern der Linse heranzukommen. Schließlich wird dieser trübe innere Teil der Linse, der “Kern”, mit Ultraschall verflüssigt und abgesaugt. In den leeren Kapselsack schiebt er dann eine elastische Kunstlinse. Diese rollt er so klein zusammen, dass sie durch den kleinen Schnitt passt und sich dann im Kapselsack wieder entfaltet. Der kleine Schnitt braucht nicht genäht zu werden. Die gesamte OP dauert in aller Regel 15 Minuten.
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Nach einer Erholungspause kann der Patient mit einem Verband nur auf dem operierten Auge üblicherweise mittags wieder nach Hause abgeholt werden. Die Operationsvisite am nächsten Tag findet in der Praxis in Hittfeld statt. Dabei entfernen wir den Verband, und es sollte nur noch eine Brille zum Schutz getragen werden, für die ersten 3 Nächte auch eine Schutzkappe. Bei schweren allgemeinen Begleitkrankheiten kann eine stationäre Aufnahme ratsam sein, zuweilen auch eine Vollnarkose. In diesen Fällen planen wir gemeinsam mit dem Patienten, den Angehörigen und dem Hausarzt das geeignete Vorgehen.

Die Linsenkapsel lässt man bei dieser Operation intakt, um sie zur Aufhängung der künstlichen Linse zu benutzen. Häufig trübt sich diese zunächst klare Membran später ganz allmählich etwas ein. Diesen “Nachstar” kann man gut behandeln, indem man mit dem YAG-Laser zentral ein kleines rundes Fensterchen erzeugt, durch welches man wieder scharf sehen kann.

Für Operationen gegen die Netzhautablösung, das Glaukom (s. Glaukom-OP) oder andere aufwändigere Augenoperationen überweisen wir unsere Patienten an geeignete Kliniken.

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